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Kontakt

Schiller - Schule
Waldring 71
44789 Bochum

Tel.: 0234 / 930 44 11
Fax: 0234 / 930 44 10

eMail: 169171@schule.nrw.de

Öffnungszeiten:
Mo.-Fr.: 07:30-14:00 Uhr  

Bewegliche Ferientage:
22.05.2020 (nach Christi Himmelfahrt)
15.+16.02.2021 (Karneval)
14.05.2021 (nach Christi Himmelfahrt)
04.06.2021 (nach Fronleichnam)

Kalender

29 Jun 2020;
12:00AM
Sommerferien

Vertretungsplan

Änderungen im Unterrichtsverlauf finden sich unter Vertretungsplan.
(Version für LuL).

Die Stundenverteilung Mo.-Fr.:

0. Std. 07:25-08:10 5. Std. 11:55-12:40
1. Std. 08:15-09:00 6. Std. 12:45-13:30
2. Std. 09:00-09:45 7. Std. 13:45-14:30
3. Std. 10:05-10:50 8. Std. 14:35-15:20
4. Std. 10:50-11:35 9. Std. 15:25-16:10

Auszeichnungen

Schiller Sound

100 Jahre Schiller Schule - der Sound

Zusammengestellt vom Musik GK der Q2 unter Leitung von Herrn Adam.

KONZEPT ZUM LERNEN UNTER CORONAAN DER SCHILLER-SCHULE BOCHUM

2020 Lernen CoronaBereits am 12. März wurde die Schiller-Schule einen Tag vor allenSchulen des Landes NRW durch den Corona-Ausbruch nicht nur geschlossen, sondern durch Coronaverdachtsfälle in Quarantäne versetztAus diesem Grund war eine Weiterarbeit in der Schule nicht mehr möglich und die gesamte Kommunikation musste sofort online geführt werden. Dank der weit fortgeschrittenen Digitalisierung unserer Schule konnte der Unterricht ins Distanzlernen überführt werden. Dieses wurde rasch konzeptionell strukturiert und auf das sich ändernde Infektionsgeschehen angepasst. 

Wir möchten unser didaktisches Konzept interessierten Eltern aber auch einer breiteren Öffentlichkeit hier vorstellen und aufzeigen, welche Konsequenzen unsere Schule aus der Pandemie gezogen hat und wie sie auf eine erneute Infektionswelle reagieren wird. Dieses Konzept ist das Ergebnis ständigen Austauschs zwischen Schulleitung, Eltern, Schüler*innen, Lehrer*innen, Schulamt und Schulaufsicht.

  1. DidaktischesKonzept 
    a) Distanzlernen 
    b) Präsenzunterricht
  2. Wochenplan (Beispiel)
  3. Digitalstrategie
  4. Hygienekonzept
  5. Qualitätssicherung & Evaluation
  6. Lerndiagnose
  7. Agiles Schulmanagement

1.aDIDAKTISCHES KONZEPT DISTANZLERNEN

Die erste Woche der Schulschließung haben die Fachlehrer*innenLernaufgaben an Ihre Schüler versandt. Dabei kam uns zu Gute, dass unsere Schule bereits weitestgehend digitalisiert ist: Die Lehrkräfte sind seit Jahren im digitalen Lernen fortgebildet, die Schule verfügt über ein erprobtes Lernmanagementsystemm (IServ), die meisten Schüler besitzen bereits eigene Endgeräte (iPads). Aufgrund eigener Überlegungen und der Ergebnisse der ersten Schüler*innen-, Eltern und Lehrer*innenbefragung haben wir einen Leitfaden Distanzlernen entwickelt. 

  1. Die Schüler*innen bekommen Montagmorgen von ihrer Klassenleitung einen digitalenWochenplan (Padlet oder IServ. Die geschätzte Bearbeitungszeit wird neben dem Fach angegeben. (Transparenz)
  2. Aufgaben sollen nicht in vollem Umfang der regulären Unterrichtszeit gestellt werden, da organisatorische, konzentratorische und technische Schwierigkeiten bei den Schüler*innen berücksichtigt werden müssen und der Präsenzunterricht Wochenzeit kostet. (Bewältigbarkeit) 
  3. Die Aufgabenformate wechseln zwischen kurzfristigen Übungen und langfristigem Projektlernen; sie wechseln zwischen Einzelarbeit und kollaborativem Lernen. Sie schöpfen die Potenziale digitalen Lernens aus. (Varianz) siehe schulisches Medienkonzept Schiller-Schule Bochum
  4. Lernmaterialien müssen ein für alle betrachtbares Format haben, z.B. PDF oder JPG, nicht aber .docx oder .pages o.ä. Externe Lernmaterialien müssen konkret mit einem Link benannt werden. (Kompatibilität) 
  5. Abgaben werden zentral über das IServ-Aufgabenmoduloder Padletseitengemacht und von den Lehrer*innen korrigiert oder per Video besprochen. Nicht alle Aufgaben müssen eingereicht werden. (Überprüfbarkeit) 
  6. Alle Lehrer*innen sind per E-Mail erreichbar. Die Hauptfächer bieten einmal pro Woche eine Video-Lernberatung an (in der kein neuer Lernstoff besprochen wird, sondern Hilfestellung zu den Aufgaben gegeben wird), die Klassenleitung ein Video-Klassentreffen. (Unterstützung) 
  7. Schüler*innen, Eltern und Lehrer*innen werden regelmäßig anonym von der Schule zum Hybridunterrichtbefragt (per Edkimo). Die Klassenleitungen sprechen regelmäßig mit den Klassenpflegschaftsvorsitzenden um sich ein Feedback zur häuslichen Lernsituation einzuholen. (Evaluation) 

1.b) DIDAKTISCHES KONZEPT PRÄSENZUNTERRICHT

Nachdem die Infektionszahlen sich rückläufig entwickelten, ordnete das Schulministerium für NRW die sukzessive Einführung von Präsenzunterrichtsphasen an. Aufgrund der Hygiene- und Abstandsregeln mussten die Kurse der Q1 und Q2 geteilt oder sogar gedrittelt werden. Die Klassen wurden sogar geviertelt. Auch für den Präsenzunterricht, der fortan das Distanzlernen ergänzte, hat die Schiller-Schule einen Leitfaden entwickelt.

  1. Gemeinsame Besprechung des Wochenplans und Klärung von Fragen.(Klarheit)
  2. Schwerpunkt auf Methoden, die im Fernunterricht nicht eingesetzt werden können: also v.a. kooperativ, kommunikativ, diskursiv (bei gleichzeitiger Wahrung der Abstandsregelungen). Z.B. Präsentation von Projektarbeiten des Fernunterrichts und Diskussion über die Ergebnisse. (methodische Passung)
  3. Kontrolle, Fragen und Besprechung der Fernunterricht-Aufgaben mit vertiefenden Übungen(inhaltliche Passung)
  4. Verstehen und sichere Anwendung des Gelernten hat Vorrang.(Lernerorientierung)
  5. Gemeinsame Planung der Fernunterricht-Aufgaben: zurückliegenden Fernunterricht evaluieren, Bedarf, Ideen und Schwerpunkte von Schüler*innen abfragen und bei zukünftigen Wochenplanaufgaben berücksichtigen.(Partizipation)
  6. Miteinander in der Gruppe erlebbar, Erlebtes gemeinsam besprechen und verarbeiten, Lerndruck nehmen.(Priorität emotional-soziales Wohlbefinden)

2. WOCHENPLANARBEIT

Ein Ergebnis unserer ersten Schülerbefragung vor den Osterferien war, dass die technische Zustellung und Abgabe der Aufgaben sowie die Kommunikation sehr gut funktioniert, es jedoch schwer sei bei den vielen Einzelaufgaben der Fachlehrer den Überblick zu behalten. Wir haben daraufhin konsequent das IServ-Aufgabenmodul eingesetzt (siehe 3. Digitalstrategie) und alle Aufgaben in einem digitalen Wochenplan (Padlet oder IServ) gesammelt.

Sie finden einen beispielhaften, anonymisierten digitalen Wochenplan einer 5. Klasse hier:

https://padlet.com/birte_gueting/t2xmbzsxnf1m2672

3. DIGITALSTRATEGIE

Die Digitalstrategie der Schiller-Schule im Distanzlernen fußt auf nachfolgenden Säulen: 

  1. Digitale Endgeräte: Lehrer*innen und Schüler*innen (bring your own device) haben auf eigene Kosten eigene einheitliche Endgeräte (iPads) angeschafft.
  2. Digitaler Wochenplan:Die Klassenlehrer*innen haben von allen Fachlehrer*innen die Aufgaben für die kommende Schulwoche eingesammelt und digital veröffentlicht (Padlet). Arbeitsmaterialien wie Links, Videos, Fotos, PDFs etc. sind digital eingebunden.
  3. Aufgaben- & Korrekturmodul: Zusätzlich wurden die Aufgaben in das Aufgabenmodul unseres Lernmanagementsystems (IServ) eingestellt. Hier konnten die Schüler*innen ihre angefertigten Aufgaben hochladen und bekamen über die Korrekturfunktion von Ihren Lehrern eine Rückmeldung oder Lösungen zur Verfügung gestellt.
  4. Videokonferenzen: Die Klassenlehrer*innen haben Klassentreffen per Video organisiert um ein Forum für Austausch und Miteinander zu schaffen. Befinden, Fragen und Probleme wurden besprochen. Die Hauptfachlehrer*innen haben per Video einmal pro Woche in kleinen Lerngruppen von 7-10 Personen eine Lernbegleitung zu den Aufgaben des Distanzlernens angeboten.
  5. Kollaboratives Arbeiten im Distanzlernen: Um der Tendenz zur Vereinsamung im Distanzlernen entgegenzuwirken haben die Lehrkräfte digitale Tools eingesetzt, in denen Schüler*innen gemeinsam an Aufgaben arbeiten können. Dies waren kollaborative Textverarbeitungsprogramme, digitale Pinnwände zur Ausstellung von Lernprodukten und Kommunikationstools wie z.B. Videogruppenarbeitsräume (Breakouträume).
  6. Unterstützung: Digitales Arbeiten und dies in Zeiten, in denen keine Präsenz in der Schule erfolgen kann, erfordert ein dauerhaftes Hilfeangebot. Das Medienteam der Schiller-Schule war und ist immer per E-Mail erreichbar. Zudem hat sich ein Team aus Medienscouts aus der Klassenstufe 5 gebildet, die in Videokonferenzen Unterstützung bei Apps etc. Bieten.

4. HYGIENEKONZEPT

Das Hygienekonzept der Schule ist vom Gesundheitsamt der Stadt Bochum erstellt worden. Dieses finden Sie hier: https://www.bochum.de/C125830C0042AB74/vwContentByKey/W2BPKGXT258BOCMDE/$File/AnschreibenEltern.pdf

5. QUALITÄTSSICHERUNG & EVALUATION

Da unsere Schule sich als demokratische Schule versteht, ist es uns ganz wichtig, dass auch in einer solchen Krise Entscheidungen die Möglichkeit zur Mitbestimmung bieten. Die Schulleitung hat daher den Kontakt zu allen Mitbestimmungsgremien der Schule gesucht und durch zwei anonyme Befragungen der Eltern (306 TN), Schüler*innen (535 TN)und Lehrer*innen (32 TN)auf Bedürfnisse aller Betroffenen reagiert. Die erste Befragung wurde am 30.03.2020 durchgeführt

Ein Ergebnis unserer ersten Schülerbefragung war, dass die technische Zustellung und Abgabe der Aufgaben sowie die Kommunikation sehr gut funktioniert, es jedoch schwer sei bei den vielen Einzelaufgaben der Fachlehrer den Überblick zu behalten. Wir haben daraufhin konsequent das SServ-Aufgabenmodul eingesetzt (siehe 3. Digitalstrategie) und alle Aufgaben in einem digitalen Wochenplan (Padlet) gesammelt.

Die Entscheidung, Videokonferenzen verpflichtend einzuführen, wurde erst nach einer zweiten Elternversammlung beschlossen.

Die zweite Befragung läuft aktuell noch bis zum 26.6. Auch diese Ergebnisse werden wir für die weitere Planung nach den Sommerferien nutzen.Seitenumbruch

6. LERNSTANDSDIAGNOSE

Unser bisheriger Eindruck aus den Aufgabeneinreichungen der Schüler, des Präsenzunterrichts und den Antworten der ersten Schüler*innenbefragung ist, dass unsere Lerngruppen erfolgreich lernen. Die beeindruckende Unterstützung durch die Eltern zuhause istdafür gewiss genauso ein Erklärungsansatz wie das große Engagement der Lehrkräfte und die Lernbereitschaft unserer Schüler*innen. 

Dennoch wollen wir uns nicht auf unseren Eindruck verlassen. Denn wir fühlen uns unserem Bildungsauftrag verpflichtet und wollen Bildungsgerechtigkeit sicherstellen. Daher werden wir nach den Ferien eine Lerndiagnose zur Identifizierung coronabedingter Lerndefizitein den Hauptfächern durchführen. Die Ergebnisse werden für jede Lerngruppe ausgewertet und geeignete Maßnahmen ergriffen: Das kann das 

  • passgenaue Wiederholen eines Lerngegenstandes für die gesamte Lerngruppeeine Schüler*innengruppe oder Einzelschüler sein
  • Dies kann aber auch das Angebot eines Förderkurses oder 
  • der Einsatz binnendifferenzierten Materials sein.

Aktuell erstellen unsere Fachschaften diese Lerndiagnosen

7. AGILES SCHULMANAGEMENT

Am 19.6. haben die Kultusminister der Länder gemeinsam erklärt, dass die Schulen den Normalbetrieb nach den Sommerferien vorbereiten sollen. Dies ist schulorganisatorisch sicherlich wünschenswert. Dennoch haben wir uns vorbereitet um auf verschiedenste Szenarien reagieren zu können. Diese Unsicherheit bleibt Teil (schulischer) Planung bis zur Zertifizierung eines wirksamen Impfstoffes. Die Ergebnisse der zweiten Befragung und evtl. weiterer Befragungen fließen ständig in das Krisenmanagement der Schule ein. Darüber hinaus stellen wir uns und unserer Schulgemeinde die Frage, was uns die Corona-Zeit gebracht hat. Was haben wir Neues gelernt? Welche positiven Effekte sehen wir? Welche Lehren ziehen wir jenseits der Krise daraus?Der Diskurs hierüber ist sinnvoll und fruchtbar. Eine Antwort darauf wird das Lernen von Morgen beeinflussen. Fangen wir an!

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